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Vom 2G zum 5G: die Entwicklung der Mobilfunknetze

Wie sich die Rolle der DAS-Systeme in Tunneln vom 2G zum 5G verändert: charakteristische Parameter (Geschwindigkeit, Latenz), Auswirkungen auf die Anlagenarchitektur, Komplexität der mmWave-Frequenzen und wie TP-CELLX und TP-CELLX Pro alle Generationen überwachen.

  • 4. Oktober 2024
  • 5 min di lettura
  • Teleproject

Vom 2G zum 5G: die Entwicklung der Mobilfunknetze

Jede Mobilfunkgeneration hat die Erwartungen an Geschwindigkeit, Latenz und Kapazität neu definiert. Für Betreiber von Infrastrukturen mit DAS-Anlagen — Flughäfen, Straßentunnel, U-Bahnen — ist das Verständnis der technischen Unterschiede zwischen den Generationen unerlässlich, um die Anlage korrekt zu dimensionieren und Upgrades zu planen.

Die Generationen im Vergleich

GenerationStandard / FrequenzbänderDatendurchsatzTypische LatenzHauptdienste
2GGSM / GPRS / EDGE — 900 / 1800 MHzbis zu 384 Kbps (EDGE)~300 msDigitale Sprachkommunikation, SMS, leitungsvermittelte Daten
3GUMTS / HSPA — 900 / 2100 MHzbis zu 42 Mbps (HSPA+)~100 msMobiles Internet, Videotelefonie
4GLTE / LTE-A — 700–2600 MHzbis zu 1 Gbps (LTE-A, Spitzenwert)~50 msHD-Streaming, reines IP-Netz
5G5G NR — Sub-6 GHz / mmWavebis zu 20 Gbps (Spitzenwert)~1 msMassive IoT, Network Slicing

Das 2G: Grundlagen der digitalen Kommunikation

Eingeführt Anfang der 1990er Jahre, markierte das 2G den Übergang von analoger zu digitaler Sprachübertragung. Es ermöglichte digitale Sprachanrufe und SMS; mit GPRS und EDGE kam die Datenkommunikation mit bis zu 384 Kbps hinzu.

In DAS-Anlagen der 2G-Ära stand die Sprachqualität in Bereichen mit eingeschränkter Versorgung durch bauliche Strukturen im Vordergrund. Die Datenbandbreite war zu dieser Zeit noch zweitrangig.

Das 3G: Daten werden mobil

Das 3G, das Anfang der 2000er Jahre eingeführt wurde, brachte Geschwindigkeiten von bis zu 42 Mbps mit HSPA+ und ermöglichte Web-Browsing, Videotelefonie sowie die ersten datenintensiven mobilen Anwendungen.

Die DAS-Anlagen dieser Ära begannen, nicht nur die Sprachkommunikation, sondern auch die Datenversorgung zu unterstützen: Flughäfen und Verkehrsknotenpunkte installierten DAS-Systeme, um der wachsenden Nachfrage der Fahrgäste gerecht zu werden.

Das 4G: mobiles Breitband

4G LTE brachte reale Geschwindigkeiten von 50–150 Mbps im mobilen Betrieb und Spitzenwerte von 1 Gbps mit LTE-Advanced. Eine Latenz von rund 50 ms und geringer Jitter machten es geeignet für Video-Streaming und Echtzeitanwendungen.

In der 4G-Ära wurden DAS-Systeme unverzichtbar: Stadien, Flughäfen und Tunnel benötigten Infrastrukturen, die Zehntausende gleichzeitig verbundene Nutzer mit hoher Bandbreite versorgen konnten.

Das 5G: geringe Latenz und massive Konnektivität

Das 5G bietet Latenzen von bis zu 1 ms, Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 20 Gbps und die Fähigkeit, Hunderttausende von Geräten pro km² zu verbinden (Massive IoT). Das Network Slicing ermöglicht die Segmentierung des Netzes in dedizierte virtuelle Partitionen — für Notfallkommunikation, vernetzte Fahrzeuge und industrielle Automatisierung.

Für DAS-Systeme erhöht das 5G die Komplexität erheblich: mmWave-Frequenzen haben eine deutlich geringere Ausbreitung und erfordern eine wesentlich höhere Dichte an Abstrahlpunkten als das 4G.

Generationen und DAS-Systeme

GenerationRolle des DAS
2GSprachqualität in Bereichen mit eingeschränkter Versorgung
3GErweiterung der Datenversorgung in geschlossenen Umgebungen
4GVerwaltung hoher Nutzerdichte mit Breitbandzugang
5GHohe Abstrahlpunktdichte, neue Frequenzen, minimale Latenz

Der TP-CELLX überwacht 2G-, 3G- und 4G-LTE-Netze beliebiger Netzbetreiber von einem einzigen Gerät aus. Die Version TP-CELLX Pro erweitert die Überwachung auf 5G DSS und 5G NR und ermöglicht die Echtzeit-Kontrolle der Signalqualität über alle Generationen hinweg in Tunneln und großen Gebäuden.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die 5G-Versorgung in Tunneln schwieriger als beim 4G?

Die mmWave-Frequenzen des 5G haben eine deutlich kürzere Ausbreitung und werden von baulichen Strukturen leicht absorbiert. Dies erfordert eine wesentlich höhere Dichte an Abstrahlpunkten als beim 4G und macht 5G-DAS-Systeme komplexer in der Installation.

Ist das 2G-Signal im Tunnel noch erforderlich?

Ja. Das 2G ist in vielen europäischen Netzen nach wie vor das Rückfall-Protokoll für Notrufgespräche. Die Sicherstellung der 2G-Versorgung im Tunnel ist auch dann wichtig, wenn gleichzeitig die 4G- und 5G-Versorgung ausgebaut wird.

Wie überwacht man die Qualität mehrerer Generationen gleichzeitig?

Der TP-CELLX misst kontinuierlich RSSI, RSRP, RSRQ und SINR für 2G, 3G und 4G LTE beliebiger Netzbetreiber von einem einzigen Gerät aus. 5G DSS und 5G NR werden von der Version TP-CELLX Pro unterstützt.

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