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Dienstleistungen · Funkversorgungsstudie

Funkversorgungsstudie für TETRA-, DMR-, P25- und VHF/UHF-Netze, für DAS-Systeme im Tunnel und für Mobilfunknetze.

Wir planen die Funkversorgung von TETRA-, DMR-, P25- und VHF/UHF-Netzen, von DAS-Systemen im Tunnel und von Mobilfunknetzen: Ausbreitungssimulation auf digitalem Kartenmaterial, Streckenbilanz, Dimensionierung der Standorte und Frequenzplan. Die Studie schließt mit einem technischen Bericht, den Versorgungskarten und der Geräteliste ab, die sich auch als Anlage zu einer öffentlichen Ausschreibung verwenden lassen.

TETRA · DMR · P25 · LTE/5G
geplante Technologien
SOA OS 19 Cat. II
Qualifikation für öffentliche Ausschreibungen
ISO 9001:2015
Qualitätsmanagementsystem
20+Jahre
Erfahrung
Die Dienstleistung

Bevor auch nur ein Gerät beschafft wird, muss feststehen, wohin das Signal reicht. Genau dafür dient die Funkversorgungsstudie: Sie legt fest, wie viele Standorte nötig sind, wo sie liegen, mit welcher Leistung gesendet wird und mit welchen Antennen, und bildet die Grundlage für alles Weitere, von der Anlagenplanung bis zum Frequenzantrag. Ist sie schlecht gemacht, geht die Rechnung nur auf dem Papier auf: Im laufenden Betrieb bleiben Funklöcher hinter einer Geländeerhebung, unversorgte Tunnelportale und Kanäle, die bereits vorhandene Anlagen im Gebiet stören.

Wir gehen von den Daten der zu versorgenden Infrastruktur aus: digitales Geländemodell, Verlauf der Trasse, Querschnitte der Tunnel, verfügbare Standorte und im Gebiet bereits zugeteilte Frequenzen. Auf dieser Grundlage bauen wir das Ausbreitungsmodell auf, berechnen die Streckenbilanz in beiden Richtungen, dimensionieren Geräte, Antennen und Leitungen und prüfen den Frequenzplan. Wo es möglich ist, kalibrieren wir das Modell mit Messungen vor Ort, damit die Versorgungskarten auf gemessenen und nicht nur auf berechneten Werten beruhen.

Simulation der VHF-Versorgung auf einem digitalen Geländemodell: Rot steht für den stärksten Pegel, Grün für die Nutzbarkeitsgrenze. Abschattungen hinter den Bergrücken werden sichtbar, bevor der Standort gebaut wird.
Simulation der VHF-Versorgung auf einem digitalen Geländemodell: Rot steht für den stärksten Pegel, Grün für die Nutzbarkeitsgrenze. Abschattungen hinter den Bergrücken werden sichtbar, bevor der Standort gebaut wird.
Die Bereiche

Die Bereiche der Planung.

Jede Studie kombiniert diese Bereiche je nach der zu versorgenden Infrastruktur und geforderten Technologien.

  • Versorgung im Freien

    Wir planen PMR-Netze im offenen Gelände: Wir wählen die Funkstandorte, die Höhe und den Antennentyp, berechnen die Feldstärke entlang der Trasse und prüfen die Versorgung im gesamten Versorgungsgebiet.

  • Versorgung im Tunnel

    Wir planen das DAS-System mit Schlitzkabel oder mit verteilten Antennen: Wir berechnen die Kabeldämpfung, die Position der Streckenverstärker und die Einspeisepunkte des Signals und prüfen anschließend die durchgehende Versorgung zwischen der freien Strecke und dem Inneren der Röhre.

  • Backbone-Verbindungen

    Wir planen die Punkt-zu-Punkt- und Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunkstrecken, die den Verkehr von den Funkstandorten zur Leitstelle führen: Höhenprofil der Strecke, Sichtverbindung zwischen den Standorten, Dimensionierung der Antennen und Festlegung der Ersatzwege.

  • Überprüfung eines bestehenden Netzes

    Ist das Netz bereits in Betrieb, kalibrieren wir das Modell an den vor Ort erfassten Messwerten, ermitteln die Funklöcher und benennen die Maßnahmen, die zu ihrer Schließung nötig sind.

Die Studie

Was die Studie enthält.

Die Erhebungen, Berechnungen und Prüfungen, aus denen eine Funkversorgungsstudie besteht, nach Bereichen gruppiert.

  • Ausgangsdaten und Standortbegehung

    • Versorgungsanforderungen: zu versorgende Gebiete, im Netz zu betreibende Dienste und Gerätetyp (Handfunkgerät, Fahrzeugfunkgerät, Feststation)
    • Begehung der vorgesehenen Funkstandorte: Platz im Technikraum, verfügbare Stromversorgung, Zufahrten und Tragstrukturen für die Antennen
    • Verlauf der Trasse, Querschnitte der Tunnel und vorhandenes Schlitzkabel oder bereits verlegte Kabelschutzrohre
    • Im Gebiet vorhandene Funkanlagen und bereits zugeteilte Frequenzen
    • Auflagen aus Genehmigungen, Landschaftsschutz und Zugang zu den Standorten
  • Kartenmaterial und Ausbreitungsmodell

    • Nachbildung von Gelände, Gebäuden und Hindernissen auf dem digitalen Kartenmaterial des Gebiets
    • Wahl des zur Umgebung passenden Ausbreitungsmodells: offenes Gelände, städtisches Umfeld, Tunnel
    • Kalibrierung des Modells an den vor Ort erfassten Messwerten, wenn im Gebiet bereits ein Netz in Betrieb ist
    • Simulation der Feldstärke entlang der Trasse und im gesamten Versorgungsgebiet
    • Ermittlung der Funklöcher und der Bereiche, in denen die Signalreserve nicht ausreicht
  • Streckenbilanz

    • Berechnung in beiden Richtungen, vom Handfunkgerät zur Basisstation und von der Basisstation zum Endgerät
    • Sendeleistung der Geräte, Antennengewinn und Verluste von Kabeln, Steckverbindern, Combinern und Duplexern
    • Empfindlichkeit der Empfänger und Abstand zum am Standort gemessenen Rauschen
    • Sicherheitsreserven für Ausbreitungsschwankungen, für Bewuchs und für die Dämpfung in Fahrzeugen und Gebäuden
    • Prüfung der Balance zwischen Sende- und Empfangsstrecke jedes Standorts
  • Geräte, Antennen und Leitungen

    • Auswahl von Basisstationen und Repeatern nach geforderter Leistung und Anzahl der Träger
    • Antennentyp, Gewinn, Strahlungsdiagramm, Ausrichtung und Neigung
    • Dimensionierung der Speiseleitungen: Kabeltyp, Länge und Verluste
    • Combiner, Duplexer, Hohlraumfilter, Überspannungsableiter und Erdung
    • Stromversorgung, Überbrückungszeit bei Netzausfall und Wärmeabfuhr im Technikraum
  • Versorgung im Tunnel und in geschlossenen Bereichen

    • Wahl zwischen Schlitzkabel und verteilten Antennen je nach Querschnitt der Röhre und Länge des Tunnels
    • Berechnung der Längsdämpfung des Kabels und der Koppeldämpfung zum Fahrzeug
    • Anzahl und Position der Streckenverstärker und der Einspeisepunkte des Signals
    • Durchgehende Versorgung zwischen der freien Strecke und dem Tunnelportal, in den Querschlägen zwischen den Röhren und in den Fluchtwegen
    • Koexistenz der Dienste auf derselben Infrastruktur: Netz des Konzessionärs, Notfalldienste, FM und DAB+, Mobilfunk
  • Frequenzen und Störungen

    • Frequenzplan gemäß den ministeriellen Zuteilungen, mit Kanalwiederverwendung zwischen den Standorten
    • Prüfung der Störwirkung auf die im Gebiet bereits vorhandenen Anlagen und auf die Nachbarkanäle
    • Gleichwellen-Simulcast-Netze: Überlappungsbereiche, Pegeldifferenz und Laufzeitunterschied zwischen den Standorten
    • Intermodulationsprodukte und Entkopplung zwischen den Antennen am selben Standort
    • Technische Unterlagen für die Genehmigungsverfahren und für den Antrag auf Frequenzzuteilung
  • Netzarchitektur und Anbindung

    • Netztopologie, Anbindung der Standorte an die Leitstelle und Redundanz der Wege
    • Richtfunkstrecken: Streckenprofil, Hindernisse in der Sichtlinie und Dimensionierung der Antennen
    • Einbindung in die Leitstelle, in die Dispatch-Konsolen und in die Gesprächsaufzeichnung
    • Fernüberwachung der Geräte und Übertragung der Standortalarme an die Leitstelle
  • Planungsunterlagen

    • Technischer Bericht mit den Planungsentscheidungen, den Rechenannahmen und den Simulationsergebnissen
    • Versorgungskarten für jede Technologie und für jeden berücksichtigten Gerätetyp
    • Blockschaltbilder, Standortgrundrisse und Schaltpläne der HF-Leitungen
    • Geräte- und Materialliste, technische Leistungsbeschreibung und Kostenschätzung mit Massenermittlung
Die Phasen

Wie eine Studie abläuft.

Die Phasen einer Studie, von der Erhebung der Ausgangsdaten bis zur Überprüfung des Modells vor Ort.

  1. Schritt 01

    Anforderungen und Standortbegehung

    Wir erfassen die Versorgungsanforderungen, die im Netz zu betreibenden Dienste und die betrieblichen Randbedingungen und begehen anschließend die vorgesehenen Standorte, um Platz, Stromversorgung, Zufahrten und Tragstrukturen für die Antennen zu prüfen.

  2. Schritt 02

    Kartenmaterial und Simulation

    Wir bilden Gelände und Hindernisse auf dem digitalen Kartenmaterial nach, wählen das zur Umgebung passende Ausbreitungsmodell und simulieren die Feldstärke im gesamten Versorgungsgebiet.

  3. Schritt 03

    Dimensionierung und Frequenzplan

    Wir berechnen die Streckenbilanz, wählen Geräte, Antennen und Leitungen aus, legen Anzahl und Lage der Standorte fest und prüfen anschließend den Frequenzplan gegenüber den im Gebiet bereits vorhandenen Anlagen.

  4. Schritt 04

    Planungsunterlagen

    Wir übergeben den technischen Bericht, die Versorgungskarten, die Schaltpläne, die Materialliste und die Leistungsbeschreibung, im vom Kunden oder von den Ausschreibungsunterlagen geforderten Format.

  5. Schritt 05

    Überprüfung vor Ort

    Wir führen HF-Messungen und Drive-Tests an den kritischen Punkten der Planung durch, vergleichen die erfassten Werte mit den simulierten und aktualisieren die Studie, wo es nötig ist.

Ergebnisse

Was Sie erhalten.

Die Unterlagen, die beim Kunden bleiben, verwendbar sowohl in den Ausschreibungsunterlagen als auch bei der Realisierung.

  • Technischer Planungsbericht

    Die Planungsentscheidungen, die Betriebsparameter des Netzes und die Simulationsergebnisse, mit sämtlichen offengelegten Rechenannahmen.

  • Simulierte Versorgungskarten

    Die vorhergesagte Feldstärke für jede Technologie und für jeden Gerätetyp, mit den versorgten Bereichen und den hervorgehobenen Funklöchern.

  • Streckenbilanz

    Die Berechnung von Leistungen, Gewinnen, Verlusten und Reserven in beiden Kommunikationsrichtungen, Standort für Standort, mit den zugrunde gelegten Referenzwerten.

  • Frequenzplan

    Die für jeden Standort und für jeden Dienst vorgeschlagenen Frequenzen, gemäß den ministeriellen Zuteilungen, mit den Unterlagen für die Genehmigungsverfahren.

  • Geräte- und Materialliste

    Die Aufstellung von Geräten, Antennen, Kabeln, Zubehör und Bauleistungen, die für die Realisierung nötig sind, mit den je Standort vorgesehenen Mengen.

  • Technische Leistungsbeschreibung und Massenermittlung

    Detaillierte technische Spezifikationen und Kostenschätzung mit Massenermittlung, bereit zur Beilage zu den Unterlagen einer öffentlichen Ausschreibung.

FAQ

Häufige Fragen.

Die Fragen, die uns zu dieser Dienstleistung am häufigsten gestellt werden.

Wie verlässlich ist eine simulierte Funkversorgung im Vergleich zur vor Ort gemessenen?

Das hängt von den Ausgangsdaten und von der Umgebung ab. Im freien Gelände beschreibt die Simulation den Verlauf der Feldstärke entlang der Trasse gut, sofern detailliertes Kartenmaterial und ein an realen Messungen kalibriertes Modell vorliegen; im Tunnel, im städtischen Umfeld und innerhalb von Gebäuden wächst die Abweichung, weil das Signal von Materialien und Geometrien abhängt, die ein digitales Geländemodell nicht abbildet. Deshalb rechnen wir bei der Dimensionierung mit Reserven und geben im Bericht das verwendete Modell und die Rechenannahmen an, sodass jeder Leser der Studie weiß, auf welche Werte das Netz ausgelegt wurde. Besteht im Gebiet bereits ein Netz im Betrieb, kalibrieren wir das Modell an den vor Ort erfassten Messwerten, und nach der Realisierung überprüfen wir die kritischen Punkte mit Messungen und Drive-Tests.

Gilt die berechnete Funkversorgung auch für Handfunkgeräte oder nur für Fahrzeugfunkgeräte?

Eine Versorgungskarte gilt für den Gerätetyp, mit dem sie berechnet wurde. Ein Fahrzeugfunkgerät sendet mit höherer Leistung und nutzt eine Außenantenne auf dem Dach; ein Handfunkgerät am Gürtel hat weniger Leistung, eine kurze Antenne und arbeitet nah am Körper des Bedieners, und in einem Gebäude oder in einem Fahrzeug kommt die Dämpfung durch Wände und Karosserie hinzu. Deshalb wird die Streckenbilanz in beiden Richtungen gerechnet, vom Endgerät zur Basisstation und von der Basisstation zum Endgerät, und wir erstellen für jeden vorgesehenen Gerätetyp eine eigene Karte: Handfunkgerät, Fahrzeugfunkgerät und Feststation. Der ungünstigste Fall, auf den das Netz ausgelegt wird, ist in der Regel das Handfunkgerät, das zur Basisstation sendet.

Bindet die Studie die Beschaffung an die Geräte eines bestimmten Herstellers?

Nein. Die Studie legt die Eigenschaften fest, die die Geräte erfüllen müssen: Sendeleistung, Gewinn und Strahlungsdiagramm der Antennen, Empfindlichkeit der Empfänger, zulässige Verluste auf den Leitungen. Die Geräteliste nennt Referenzmodelle mit ihren Kenndaten, verwendbar bleibt jedoch jedes Gerät, das diese Werte einhält, und so lassen sich in der Ausschreibung die Angebote verschiedener Hersteller vergleichen. Hat der Kunde bereits Geräte im Einsatz, geht die Dimensionierung von deren Kenndaten aus, damit der neue Teil des Netzes mit dem bestehenden kompatibel bleibt.

Wie lange dauert eine Funkversorgungsstudie?

Das hängt von der Größe des Gebiets, von der Zahl der zu bewertenden Standorte und von den bereits verfügbaren Daten ab. Sind Kartenmaterial und Unterlagen der Infrastruktur vollständig, bleiben Berechnung und Prüfung; müssen die Standorte dagegen einzeln aufgesucht werden, verlängern die Standortbegehungen die Dauer. Ins Gewicht fallen auch die Kalibriermessungen, die nötig sind, wenn im Gebiet bereits ein Netz in Betrieb ist, sowie die Fristen, in denen der Betreiber der Infrastruktur Trassen und Unterlagen bereitstellt. Den Liefertermin vereinbaren wir im Angebot, nachdem wir die verfügbaren Daten und die Zahl der erforderlichen Standortbegehungen gesehen haben.

Kontakt

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Einer unserer Project Manager analysiert die spezifischen Anforderungen des Projekts und erstellt ein eigens darauf zugeschnittenes technisch-wirtschaftliches Angebot.