Dienstleistungen · Planung von Funkanlagen
Planung von Funkanlagen: Architektur der Standorte, Geräte, Stromversorgung und Technikräume, bis hin zu Schaltplänen, Leistungsbeschreibung und Massenermittlung.
Von der Funkversorgungsstudie zur Anlagenplanung: wie viele Standorte nötig sind, wie sie an die Leitstelle angebunden werden, welche Geräte sie aufnehmen und wie diese mit Strom versorgt und geerdet werden. Wir übergeben technischen Bericht, Schaltpläne, Grundrisse, Leistungsbeschreibung und Massenermittlung.

Die Funkversorgungsstudie sagt, wo die Standorte liegen, mit welcher Leistung gesendet wird und mit welchen Antennen. Zu planen bleibt die Anlage, die sie betriebsfähig macht, und genau hier entstehen die teuersten Fehler: Technikräume, die für das Rack zu eng sind, eine Stromversorgung, die für weniger Geräte gerechnet wurde, als die Anlage tatsächlich aufnimmt, Antennen auf Masten, deren Tragfähigkeit niemand geprüft hat. Sie zeigen sich, wenn die Arbeiten bereits laufen, und die Korrektur bedeutet Baustopp und neue Zeichnungen.
Teleproject plant die Anlage in allen ihren Teilen, von der Netzarchitektur bis zum einzelnen Verkabelungsplan: Anzahl der Standorte und Anbindung an die Leitstelle, Funkgeräte, Technikräume und Shelter, Stromversorgung, Erdungsanlage, Tragwerke und Antennen. Die Anlagen, die wir planen, sind dieselben, die wir anschließend installieren und warten, und das sieht man der Planung an: Der Platz für Eingriffe ist vorhanden, für die gewählten Geräte bleiben Ersatzteile über Jahre verfügbar, die Überwachung ist von Anfang an vorgesehen.

Drei Arten von Planung.
Der Inhalt der Planung ändert sich, je nachdem ob die Anlage neu ist, angepasst wird oder die Unterlagen zur Ausschreibung der Arbeiten dienen.
Neue Anlage
Wir planen das Netz von der Architektur bis zum einzelnen Standort: Funkgeräte, Technikräume, Stromversorgung, Tragwerke, Verkabelung und Anbindung an die Leitstelle, bis hin zu den Unterlagen, mit denen die ausführende Firma auf der Baustelle arbeitet.
Anpassung einer bestehenden Anlage
Wir nehmen die laufende Anlage auf, prüfen, was weiterverwendbar ist, und planen die Maßnahmen: Austausch der Geräte, Ergänzung neuer Standorte, Erneuerung der Stromversorgung oder der Erdung, Übergang von einem analogen zu einem digitalen Netz.
Ausschreibungsplanung
Wir erstellen die Unterlagen, die der Auftraggeber ausschreibt: technische Leistungsbeschreibung, Materialliste und Kostenschätzung mit Massenermittlung, so verfasst, dass die Angebote der Firmen untereinander vergleichbar sind.
Was die Planung umfasst.
Die Systeme, die wir planen, und die Festlegungen, die wir für jedes davon vor Baubeginn treffen.
Systemarchitektur
- Aufteilung des Netzes in Standorte, mit der jeweils zugewiesenen Funktion: Basisstation, Repeater, Backbone-Standort
- Verbindungen zwischen den Standorten und der Leitstelle: Lichtwellenleiter, Richtfunkstrecken, Standleitungen
- Ersatzwege und Verhalten des Netzes beim Ausfall einer Verbindung
- Stellen, an denen Redundanz vorzusehen ist: Stromversorgung, HF-Ketten, Netzwerkgeräte und Server
- Dienste, die auf derselben Infrastruktur zusammen bestehen müssen: Netz des Konzessionärs, Notfallkommunikation, Mobilfunk, FM und DAB+
Funkgeräte und HF-Kette
- Auswahl der Modelle von Basisstation, Repeater und Endgerät, die die in der Funkversorgungsstudie festgelegten Werte erfüllen
- Anzahl der Träger je Standort und, in Netzen im Gleichwellen-Simulcast, Geräte zur Synchronisierung zwischen den Standorten
- Aufbau der HF-Kette: Duplexer, Combiner, Hohlraumfilter, Koppler und Überspannungsableiter
- Auswahl der Antennenzuleitungen und der Steckverbinder, mit den je Abschnitt zulässigen Verlusten
- Kompatibilität mit den Geräten und Endgeräten, die der Kunde bereits im Einsatz hat
Tragwerke, Antennen und mechanische Arbeiten
- Wahl und Position der Tragwerke: Maste, Gittermaste, Ausleger und Halterungen an bestehenden Bauwerken
- Lasten, die Antennen und Antennenzuleitungen auf Tragwerk und Unterkonstruktion übertragen, bereitgestellt für den Fachplaner des Standsicherheitsnachweises
- Höhe, Azimut und Neigung jeder Antenne, eingetragen in die Montagepläne
- Verlauf der Antennenzuleitungen, Befestigungen, Kabeldurchführungen und Eintritt in den Technikraum
- Zugangswege für Montage und Wartung, mit den vorgesehenen Anschlagpunkten für die Sicherheit der Monteure
Schlitzkabel und DAS im Tunnel
- Verlauf des Schlitzkabels entlang der Röhre: Höhe, Wandabstand und Abstand der Halterungen
- Position der Nischen und der Schränke für Streckenverstärker, Koppler und Abschlusswiderstände
- Stromversorgung und Erdung der im Tunnel installierten Geräte
- Antennen an den Stellen, die das Schlitzkabel nicht erreicht: Portale, Querschläge zwischen den Röhren und Fluchtwege
- Einspeisepunkte des Signals in das Schlitzkabel und Vorbereitung der Überwachung der Durchgängigkeit mit TP-CCV2
Technikräume und Shelter
- Anordnung von Racks und Geräten im Raum, mit den für die Wartung nötigen Zugangsflächen
- Von den Geräten abgegebene Verlustwärme und Dimensionierung der Klimatisierung
- Kabeleinführung, Kabelpritschen, Rangierverteiler und getrennte Wege für Leistungs- und Signalleitungen
- Technik-Shelter und Außenschränke an Standorten ohne nutzbaren Raum
- Umgebungssensoren und Alarmkontakte des Raums, mit Weiterleitung der Meldungen an die Leitstelle
Stromversorgung, unterbrechungsfreie Versorgung und Erdung
- Berechnung der Leistungsaufnahme jedes Standorts, Dimensionierung der Zuleitung und der Verteilerschränke
- USV-Anlagen und Pufferbatterien, ausgelegt auf die vom Kunden geforderte Überbrückungszeit
- Vorbereitung für ein Netzersatzaggregat oder für eine andere Ersatzstromversorgung, wenn der Kunde sie verlangt
- Erdungsanlage des Standorts, mit Anbindung von Racks, Geräten, Tragwerken und Kabelpritschen
- Überspannungsableiter auf HF-, Strom- und Datenleitungen sowie Potentialausgleich im Raum
Transportnetz und Leitstelle
- Lichtwellenleiter-Backbone und Kupferstrecken zwischen den Standorten, den Technikräumen und der Leitstelle
- Netzwerkgeräte, PoE-Versorgung, Rangierverteiler und IP-Adressplan
- Anzahl der Bedienplätze, die ihnen jeweils zugewiesenen Kanäle, Dispatch-Konsolen und Sprachaufzeichnung
- Aufstellung, Stromversorgung und Klimatisierung der zentralen Geräte, die die Leitstelle bedienen
- Weiterleitung der Alarme jedes Standorts an die Leitstelle und an Track-TP
Unterlagen, Leistungsbeschreibung und Massenermittlung
- Technischer Bericht mit den Planungsentscheidungen, den Ausgangsdaten und den Auslegungskriterien
- Blockschaltbild des Netzes, Stromlaufpläne, HF-Schaltpläne und Grundrisse jedes Standorts
- Kennzeichnungsplan für Geräte, Kabel und Steckverbinder, auf sämtlichen Plänen referenziert
- Technische Leistungsbeschreibung, Materialliste und Kostenschätzung mit Massenermittlung
- Unterlagen für die Genehmigungsverfahren und für den Antrag auf Frequenzzuteilung
Wie eine Planung abläuft.
Die Phasen, die wir durchlaufen, von der Erhebung der Ausgangsdaten bis zur Übergabe der Unterlagen und zur Begleitung der Arbeiten.
- Schritt 01
Ausgangsdaten und Standortbegehung
Wir sammeln die Funkversorgungsstudie, die Anforderungen des Kunden, die Unterlagen der bereits installierten Anlagen und die Vorgaben des Infrastrukturbetreibers; anschließend begehen wir die Standorte, um Platz, verfügbare Stromversorgung, Zufahrten und nutzbare Bauwerke aufzunehmen.
- Schritt 02
Architektur und Geräteauswahl
Wir legen fest, aus wie vielen Standorten das Netz besteht, wie sie an die Leitstelle angebunden werden und welche Punkte redundant auszuführen sind, und wählen und dimensionieren anschließend Funkgeräte, Antennen, HF-Leitungen und Netzwerkgeräte.
- Schritt 03
Planung der Standortanlagen
Wir planen Technikräume und Shelter, Stromversorgung und unterbrechungsfreie Versorgung, Erdung und Blitzschutz, Tragwerke und Antennenmontage, Kabelwege und die Verkabelung jedes Geräts.
- Schritt 04
Unterlagen, Leistungsbeschreibung und Massenermittlung
Wir übergeben technischen Bericht, Schaltpläne, Grundrisse, Montagepläne, technische Leistungsbeschreibung, Materialliste und Kostenschätzung mit Massenermittlung, im vom Kunden oder von den Ausschreibungsunterlagen geforderten Format.
- Schritt 05
Begleitung während der Arbeiten
Wir beantworten die Rückfragen der ausführenden Firma, prüfen die als Ersatz vorgeschlagenen Materialien, nehmen an den Kontrollen auf der Baustelle teil und aktualisieren die Unterlagen entsprechend der tatsächlich gebauten Anlage.
Was Sie erhalten.
Die Unterlagen, die beim Kunden bleiben, verwendbar in der Ausschreibung, auf der Baustelle und im Betrieb der Anlage.
- Technischer Planungsbericht
Die Planungsentscheidungen und die Auslegungskriterien jedes Systems, mit den offengelegten Ausgangsdaten und den beigefügten Berechnungen.
- Stromlaufpläne, HF-Schaltpläne und Grundrisse
Das Blockschaltbild des Netzes, die Pläne jedes Standorts und die Grundrisse der Technikräume, mit der Position jedes Geräts und dem Verlauf jedes Kabels.
- Montagepläne für Antennen und Tragwerke
Die Montagezeichnung jeder Antenne, mit Höhe, Azimut, Neigung, Halterungstyp und den auf das Tragwerk übertragenen Lasten.
- Technische Leistungsbeschreibung
Die von jedem Gerät und von jeder Leistung geforderten Eigenschaften, mit den bei der Abnahme zu prüfenden Annahmekriterien.
- Materialliste und Massenermittlung
Die Aufstellung von Geräten, Antennen, Kabeln, Zubehör und Bauleistungen, mit den je Standort vorgesehenen Mengen, und die Kostenschätzung der Arbeiten.
- Unterlagen für die Genehmigungsverfahren
Die technischen Dokumente, die für die Genehmigungen und für den Antrag auf Frequenzzuteilung verlangt werden, zusammen mit der übrigen Planung erstellt.
Für welche Branchen.
Die Branchen, die diese Dienstleistung am häufigsten in Anspruch nehmen.

Autobahnen und Tunnel
Wir planen, installieren und warten die Funkversorgung und die Überwachungssysteme für Autostrade per l’Italia, SITMB, SAV, RAV, Asti-Cuneo und viele weitere Konzessionäre: In über zwanzig Jahren haben wir mehr als 500 km Strecke und über 100 Tunnel ausgestattet.

Bahn und U-Bahn
Wir planen, installieren und warten Systeme zur Funkversorgung in Eisenbahn- und U-Bahn-Tunneln: Multiband-DAS-Systeme, Überwachung der Schlitzkabel-Kontinuität und Mikrowellen-Richtfunkstrecken zur Anbindung entfernter Standorte, mit über zwanzig Jahren Erfahrung in der Mission-critical-Kommunikation.

Öffentliche Sicherheit
Wir planen, realisieren und warten Mission-critical-Funknetze und Leitstellen für Ordnungskräfte, Rettungsdienste und die Protezione Civile: TETRA-, DMR- und P25-Netze mit der Dispatching-Plattform Respondr und über zwanzig Jahren Erfahrung in der Kommunikation, in der ein Ausfall nicht zulässig ist.
Häufige Fragen.
Die Fragen, die uns zu dieser Dienstleistung am häufigsten gestellt werden.
Braucht es auch für einen einzigen zusätzlichen Standort in einem laufenden Netz eine Planung?
Ja, denn ein neuer Standort ist kein isoliertes Element: Zu entscheiden sind die Anbindung an die Leitstelle, die Stromversorgung, die Erdung, das Tragwerk für die Antennen und die zu nutzenden Kanäle. Zu prüfen ist außerdem die Rückwirkung auf das laufende Netz: die Wiederverwendung der Frequenzen, die Überlappungsbereiche mit den benachbarten Standorten und, in Netzen im Gleichwellen-Simulcast, die Synchronisierung mit den übrigen Standorten. Die Arbeit beginnt immer mit der Bestandsaufnahme der vorhandenen Anlage, weil die verfügbaren Unterlagen nicht immer dem entsprechen, was über die Jahre gebaut wurde.
Wer führt den Standsicherheitsnachweis für den Mast oder den Gittermast der Antennen durch?
Der Standsicherheitsnachweis des Tragwerks obliegt einem zugelassenen Fachplaner, der ihn in eigener Verantwortung unterzeichnet. Unsere Aufgabe ist es, ihm die Daten der Funkplanung zu liefern: Gewichte und Windangriffsflächen der Antennen, Montagehöhe, Lasten aus den Antennenzuleitungen und Position der Befestigungen am Tragwerk. Hat der Kunde noch keinen Fachplaner beauftragt, koordinieren wir dessen Einsatz, damit der Nachweis vor der Bestellung des Tragwerks vorliegt und nicht erst nach Montagebeginn.
Was geschieht, wenn ein in der Planung vorgesehener Standort nicht nutzbar ist?
Es kann vorkommen, dass ein Standort nach Übergabe der Planung wegfällt: Der Eigentümer des Grundstücks gewährt keinen Zugang, der Technikraum bietet nicht genug Platz oder Stromversorgung, das vorhandene Tragwerk hält die vorgesehenen Antennen nicht. In diesen Fällen bestimmen wir einen Ersatzstandort und prüfen seine Versorgung in der Simulation, rechnen die Streckenbilanz neu und überarbeiten den Frequenzplan, wenn sich die Überlappungen mit den benachbarten Standorten ändern. Anschließend aktualisieren wir die betroffenen Unterlagen: Schaltpläne, Grundrisse, Antennenmontagepläne und Materialliste, damit die ausführende Firma stets mit der letzten Fassung arbeitet.
Sagt die Kostenschätzung, was die Arbeiten kosten werden?
Die Kostenschätzung ermittelt den voraussichtlichen Betrag der Arbeiten: Sie wendet auf die in der Planung vorgesehenen Mengen die Einheitspreise der Leistungen und der Materialien an. Es ist eine Planungsschätzung, kein Kostenvoranschlag: Den tatsächlichen Betrag bestimmen die Angebote der Firmen, die sich mit den Baustellenbedingungen und mit den Preisen für Material und Arbeitskraft ändern. Der Auftraggeber braucht sie, um Mittel bereitzustellen und die Angebote auf einer gemeinsamen Grundlage zu vergleichen, weil sich sämtliche auf dieselben Mengen und dieselben Leistungen beziehen.
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Einer unserer Project Manager analysiert die spezifischen Anforderungen des Projekts und erstellt ein eigens darauf zugeschnittenes technisch-wirtschaftliches Angebot.